Mercedes Benz

Geschichte der Wagen Mercedes-Benz und der Weg zum ersten Automobil

Zu der charakteristischsten deutschen und gleichzeitig zweifelsfrei zu der bedeutendsten Welt-Marke unter den Automobilen gehört Mercedes-Benz. Vor allem liegt es daran, dass sich diese Autowerke, welche das erste Automobil hergestellten, der Produktion von hochwertigen Fahrzeugen aller Kategorien mit Beibehaltung der laufenden- und Produktionsanknüpfung, widmen.

 

Die Entwicklung des Verbrennungsmotors

Das erste Automobil wurde jedoch unerlässlich von der Entwicklung des ersten Viertakt-Verbrennungsmotors überholt. Dieser wurde im Jahr 1876 als ein Viertakt-Selbstzündermotor gemeinsam mit dem deutschen Ingeneuer Nikolaus August Otto (1832 - 1891 ) und E. Langen (1833 - 1895 ) entwickelt. Im Ausland wird bis heute die Bezeichnung Ottomotor benutzt, genauso, wie es bei einem Selbstzündermotor (Erdöl-) üblich ist, ihn Diesel-Motor nach seinem Erfinder Rudolf Diesel ( 1858 - 1913 ), von dem er im Jahr 1892 entwickelt wurde, zu nennen..

Und wiederholt war es das Unternehmen Daimler-Benz, das zum Vorkämpfer der Einführung von Diesel-Motoren bei den Pkws geworden ist. Der erste mit einem Diesel-Motor ausgestattete Pkw war im Jahr 1936 hergestellter Mercedes Benz 260.

Carl Benz, der Vater des ersten Automobils lebte in den Jahren 1844-1929. Er wurde in Karlsruhe geboren und nach seinem Studium hat er als Schlosser, später als Konstrukteur in Mannheim, gearbeitet. Etwas später hatte für ihn sein Schwiegervater eine kleine Werkstatt eingerichtet, die dank der Herstellung von Tabak-Pressmaschinen und Telefon-Geräten gut prosperierte. Benz beteiligte sich an dem Vertrieb von Dampf- und Gas-Motoren. Nach einer kleinen Explosion, die durch die Nichteinhaltung der Sicherheitsvorschriften zustande kam, wandte er sich von den Gasmotoren ab und trat einen Weg zu der Verbesserung von Verbrennungsmotoren ein. Er erprobte verschiedenen Petroleum-, Destillat- und Leuchtgas-Gemisch. Da der Viertaktmotor patentgeschützt war, wandte er sich einem Zweitaktmotor zu. Er gründete mehrere Unternehmen und erreichte eine Produktion von bis an die 800 Stationärmotoren monatlich. (Stationärmotoren wurden beim Maschinenantrieb, zur Erzeugung von Elektroenergie, usw. angewendet.)

Die Idee eines selbstfahrbaren Fahrzeugs ließ ihn jedoch nicht ruhen. In diesen Jahren kamen in England und Frankreich die ersten Dampfkraftfahrzeuge. Allerdings waren sie robust und praktisch nutzungsbeschränkt. Seine erste Idee, eine Vierrad-Kutsche mit einem Verbrennungsmotor, vermochte er nicht zu realisieren, da kein sicheres Lenksystem der zwei Vorderräder vorhanden war. Demzufolge war der Erste Wagen ein „Dreirad“. Für den ersten Wagen verwendete er einen kleinen hochtourigen, wassergekühlten Einzylinder-, Viertakt-Motor mit einer Hochspannungszündspule. (Ottomotor) Benz war auch bei der Firma OTTO beschäftigt. Erste Probefahrten unternimmt er auf dem Betriebsgelände im Jahr 1885 und seit 29. Januar des Jahres 1886 wurde dieser Wagen patentiert.

Die erste Fernfahrt auf dem Automobil – genannt Benz-Dreirad –wurde von einer Frau unternommen. Bertha Benz, seine Ehefrau mit ihren beiden Söhnen, fuhr ohne Wissen ihres Ehemannes in eine 100 km entfernte Stadt um ihre Oma zu besuchen. Diese Fernfahrt absolvierte sie ohne großen technischen Schwierigkeiten (lediglich den Lederbelag der Bremsklötze musste erneuert werden.) Zum Problem wurde unterwegs die Beschaffung des Brennstoffes – des Benzins. Es war in dieser Zeit ausschließlich in den Apotheken und Drogerien erhältlich.

Es folgte eine Entwicklung der Steuerung, des Getriebes, der Räder, des Motor-Vergasers, der Reifen und anderes Auto-Zubehörs. In vielen Bereichen ist der Primat von Karl Benz nicht anzuzweifeln (Vergaser-Schwimmer, Mehr-Zylinder-Motor, usw.) Es helfen ihm oder unter seiner Leitung wachsen auch weitere Vorkämpfer und zukünftige Gründer der kommenden deutschen Automobilwerke (Horch und später auch Porsche).

Im Jahr 1900 verkaute das Unternehmen Benz 603 Wagen und wurde zum größten Automobilwerk der Welt. In den Zeiten der Krise, im Jahr 1926, schloss es sich mit der Firma Daimler zusammen und das Firmenlogo Benz wurde auf bis heute verwendetes Mercedes Benz erweitert.

Gottlieb Daimler (1834-1900) baute sein erstes Automobil im gleichen Jahr wie Carl Benz. Beide haben sich weder gegenseitig gekannt, noch wussten sie über das Vorhaben des Anderen. Gemeinsam mit dem Konstrukteur Maybach (später fabrizierte die Luxuswagen Maybach) arbeitete er in einem Gewächshaus bei der Daimler-Villa, welches bis heute im Bad Cannstatt, der heutigen Stuttgarter Vorstadt, erhalten blieb. Sie perfektionierten den Benziner-Motor, einen Viertakt-Einzylinder mit 1,76-Liter und 0,25 PS Leistung. (Ottomotor I - Daimler arbeitete in der Vergangenheit beim Konstrukteur Otto). Aufgrund seiner Gestallt und der langgezogenen Form, wurde er „Standuhr“ genant. Der Erste Wagen mit diesem Motor war eigentlich ein Zweirad, also ein Motorrad (Reitwagen, Einspurkraftwagen mit Motor. Daimler und Maybach verwendeten den Verbrennungsmotor nicht nur zum Wagenantrieb, sondern auch zum Antrieb von Schiffen (das erste Motorschiff der Welt mit einem Benziner-Motor hie Neckar – nach einem Fluss, der durch Stuttgart fließt) und Luftschiffen. (Zeppelin)

Im Jahr 1886 konstruierte Daimler bereits ein Vierradfahrzeug (seiner Ähnlichkeit mit Kutschen nach, Motorkutsche oder Motorwagen genannt). Daimler gründete in mehreren Ländern Betriebe für den Bau von Motoren, welche er dann an andere Automobilwerke auslieferte (Peugeot). Ein Unternehmen gründete Daimler in England, wo diese Marke bis heute existiert und ähnlich bekannt ist auch Firma Austro-Daimler in Österreich. Im Jahr 1897 kaufte er in Stuttgart /Unterturkheim/ ein großes Grundstück und errichtete dort ein Automobilwerk. Einige von den ursprünglichen Gebäuden stehen bis zur heutigen Zeit und es werden hier Daimler Benz-Motoren gebaut. Vor diesem Fabrik-Gelände wurde im Jahr 2006 völlig neues Repräsentativ-Museum der Mercedes-Benz-Automobile eröffnet.

 Jellinek von Uherský Brod und der Name Mercedes

JelinekEin weiterer Mann von Bedeutung in der Automobilgeschichte war Emil Jellinek (1853-1917), der als Sohn eines Rabbis bei Uherský Brod geboren wurde. Später wurde zum Generalkonsul in der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn in Nizza, Auto-Händler und Rennfahrer. An den Auto-Rennen nahm er unter dem Pseudonym „Herr Mercedes“ teil, wobei dieser Name seiner erstgeborenen Tochter angehörte. Er kaufte von Daimler 36 Wagen, die dann Maybach nach seinen Anforderungen baulich ausbesserte. Zu diesem Zeitpunkt war es ein Viertel der Produktion der gesamten Daimler-Werke. Diese Wagen verkaute er erneut unter der Marke „Mercedes“. Diesen Namen meldete er zum Patent an und nach einem beträchtlichen Geschäftserfolg wurde er zum Generalgeschäftsvertreter des Unternehmens. Seit dem Jahr 1905 wurde der Name „Mercedes“ für die gesamte Produktion von Daimler geführt.

Gegenwärtiges Mercedes-Zeichen wird seit 1926 verwendet und besteht aus dem Namen „Mercedes“ ( Name der Tochter von Händler Jellinek), dem Namen „Benz“ (Konstrukteur des ersten Automobils der Welt) und dem Dreizack-Stern. (Daimler-Zeichen mit der Bedeutung: Unsere Motoren werden „die Luft“ – obere Zacke, „das Wasser“ und „die Erde“ erobern – zwei untere Zacken)

Die Mercedes-Wagen gehören zu den traditionell prestigeträchtigen bewährten Automobilen nicht nur im Bereich des Personenkraftverkehrs, das Unternehmen deckt sogar eine ganze Breite der gesamten gegenwärtigen Automobil-Produktion. (Nutzfahrzeuge, Busse, spezielle Wagen – z.B. Papamobil, ein Wagen für den Papst und weitere Regierungs- und Diplomaten-Fahrzeuge ). Die Marke Mercedes hält hervorragend auch in der meist prestigeträchtigen Formel 1-Klasse stand.

 Die Ära der ”Kutschen“ der Jahrhundertwende wurde bei Benz und auch bei Daimler von der Produktion von starken und robusten Wagen abgelöst, die für eine kleine Gruppe wohlsituierten Kunden bestimmt waren.

Die 30er Jahre, Mittelklasse-Kategorie

Mercedes-Benz 200 (8/38 PS, W02) und Modell Stuttgart 260 (10/50 PS, W11) 1926-1933

Das Einsteiger-Serien-Modell Mercedes Benz, nach dem Zusammenschluss dieser beiden Automobilwerke, war der Typ Mercedes-Benz 8/38 mit Firmenzeichen W02. Er wurde seit 1926 bis 1933 mit diesem Motor mit 2000 ccm Hubraum und auch stärkerem Motor mit 2600 ccm Hubraum (W11 L) hergestellt. Es wurden über 20 000 Wagen gebaut, einschließlich der kleinen Lkws und Kampffahrzeuge. Der Rahmen bestand aus dem pressgeformten U-Profil und beide festen Achsen wurden mit Langblattfedern abgefedert. Die Bremsen waren mechanisch bei allen vier Rädern. Es handelte sich um das erste Mittelklasse-Fahrzeug der Firma Mercedes Benz nach dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen. Erschwinglich war auch der Preis zwischen 6 000 und 9 500 RM (Die Vorgänger-Modelle mit 4 und 6-Liter Motoren kosteten 14-28 000 RM – Reichsmark). Und trotzdem war es ein wenig teurer als die Konkurrenzmarken (Opel, Adler und Ford), die es jedoch durch seine Betriebssicherheit übertraf. Viele Jahre war Mercedes-Benz Stuttgart 200 das verkauferfolgreichste Mercedes-Modell. An der Entwicklung dieses Wagens war auch Ferdinand Porsche beteiligt. Seit 1930 wurde dieser Wagen mit einem halbautomatischen Getriebe mit Vorwahl der 4. Geschwindigkeitsstufe ausgestattet (zwischen der 3. und 4. Geschwindigkeitsstufe schaltete man – Vorwahl des Getriebegangs – ohne Kupplungsausschaltung und die Geschwindigkeitsstufe schaltete bei der Gaspedal-Lockerung automatisch um). Das Modell wurde mit Holz- oder Stahl-Radspeichen geliefert. Es wurde in allen Pkw-Ausführungen gebaut (Cabriolet A, B, C, D, Limousine, Tourenwagen und auch Pullmann), als Militär-Geländewagen und ebenfalls als kleines Nutzfahrzeug. Dieser Wagen wurde mit Beliebtheit als Taxi eingesetzt.

Karoserie-Arten:

  • Limousine - zwei- oder viertürig, vier- oder mehrsitzige Karoserie mit einem Festdach. Dachoberteil wird manchmal aus Kunstleder mit Isolierschichten hergestellt, die im Sommer die Überhitzung des Innenraums verhindern. Alle Modelle waren bereits mit einer einstellbaren Kipp-Vorderscheibe, durch die eine Lüftung ohne Durchzug gesichert wird, ausgestattet.
  • Pullman-Limousine – verlängerte viertürige, sechs- siebensitzige Karoserie, ergänzt um eine Trennwand hinter dem Fahrer
  • Roadster ist ein zweisitziger Sportwagen mit kleinen Türen, die das Ein- und Aussteigen erleichtern oder völlig ohne Türen, lediglich mit einer niedrigeren Karoserielinie beim Einstiegsbereich. Die Windschutzscheibe kann man auf die Motorhaube kippen, damit sie den Luftwiederstand nicht steigert. Er wurde ausschließlich in kleinen Serien hergestellt und manchmal von renommierten Karoserie-Firmen (z. B. Reuter Stuttgart, Graber, Sodomka-Vysoké Mýto) individuell gebaut.
  • Cabriolet A (auf üblichem oder verlängertem Fahrgestell ) ist eine zweitürige, zweisitzige Sport-Karoserie mit einem Schwenkdach. Meistens geht es um eine Kleinserien-Luxus-Leder-Ausführung, Kleinserien-Ausführung oft mit vielen Extras auf die Wünsche des Kunden eingestellt. Der Kofferraum und das Dach sind oft einförmig, vordere Kotflügel sind aerodynamisch geformt und mit den Trittstufen verbunden. Bei einigen Modellen gibt es hinter den Vordersitzen einen Notsitz für noch einen Mitfahrenden. Bei einigen Wagen ist dieser erst nach der Öffnung des Kofferraums zugänglich. (s.g. Schwiegermuttersitz).
  • Cabriolet B (Langausführung) ist eine zweitürige, viersitzige Karoserie mit vier Seiten-Türfallfenstern. Es handelt sich hier um einen luxuriösen Repräsentativ-Wagen.
  • Cabriolet C (Kurzausführung) - ein zweitüriges viersitziges Cabrio mit zwei Seitenfenstern
  • Cabriolet D - viertürig und viersitzig
  • Cabriolet F - viertürig, sechs- bis siebensitzig
  • Tourenwagen ( Faeton ) ist eine offene viersitzige, zwei- oder viertürige Karoserie mit einem leichten Faltstoffverdeck und Fenstern, die in den Türen eingesetzt werden.

MB 170 W15 RoadsterMercedes Benz 170 (W15) Sechszylinder – wurde seit 1931 bis 1935 hergestellt. Er war das Nachfolger-Modell der Mittelklasse mit den Vertriebspreisen von 4 bis 6 000 RM. Dieser Wagen wurde von den Konstrukteuren Hans Niebel entworfen. Er hat Trapez-Fahrgestellrahmen mit Quadratquerschnitt, die Vorderachse mit zwei Langblattfedern mit Hebel-Öldruckstoßdämpfer abgefedert, die Hinterachse ist schwenkbar mit einem Paar Spiral-Schraubenfeder und hydraulischen Stoßdämpfern. Die Bremsen sind Einkreis- Flüssigkeitsbremsen bei allen vier Rädern. Die Handbremse ist mechanisch. Der Sechszylinder-Motor verfügt über 32 PS. Diese Modelle waren standardmäßig mit dem Lenkschloss ausgestattet. Er wurde meist in der viertürigen Limousine-Ausführung und der Ausführung Cabriolet C, welches sehr beliebt war, hergestellt. Zweisitzige Karoserie Roadster und Cabriolet A waren exklusiver und teurer. Begehrt waren auch die Nutzfahrzeuge, die direkt auf dieses Fahrgestell gebaut wurden.

MB 200 W21 RoadsterMercedes Benz 200 (W21) Was die Konstruktion, das Modell Stuttgart und den Motor-Hubraum anbelangt, war er direktes Nachfolger des Vorgänger-Modells. Er wurde seit 1933 bis 1937 hergestellt. Er war für die Mittelklasse bestimmt, was sich in dem Angebot der Karoserie-Modelle spiegelte. Neben den kurzen Fahrgestellen mit zweisitzigen Sport- Cabriolets A und C und Roadster wurde auch mit der Herstellung der verlängerten Version mit der Achsweite über 3 Meter begonnen, die eine Konstruktion von gemütlichen viersitzigen Limousinen und komfortablen Cabriolets B ermöglichte. Bei diesem Typ sind bereits mehrere luxuriöse Einzelteile zu erkennen, wie hochwertigere Holzverzierung, Holz-Armaturenbrett, geräumiger Kofferraum mit der Möglichkeit ein spezielles Reisegepäck, welches nach der Innenweite dieses Raums angefertigt wurde, zu zukaufen. Zwei Reserveräder wurden in die vorderen Kotflügel umgelagert, was die Vergrößerung des Gepäckraums ermöglichte.

Das luxuriöse bei diesem Modell sollte auch die Tatsache unterstreichen, dass es nicht in der Ausführung Taxi und Nutzfahrzeug erhältlich war.

Technisch unterscheidet sich Typ 200 nicht von seinem Vorgänger, auer eines stärkeren Motors mit der 40 PS Leistung. Karoserie wird selbstverständlich weiterentwickelt und das sogar während der einzelnen Jahre. Das Modell 200 wird als verliebenswert beschrieben, auch dank seinem günstigen Preis, der den Preis vom Modell Stuttgart nicht überstieg. Die Karoserien mit verlängertem Fahrgestell waren sehr beliebt. Es wurde im Jahr 1936 bei diesem Modell, dem ersten Pkw überhaupt, mit dem Einbau von einem Diesel-Motor mit 2600 ccm Hubraum begonnen. In dieser Ausführung kennt man lediglich die sechssitzigen Limousinen, die als Taxis eingesetzt wurden.

Durch die Verlängerung des Rahmens und hochwertige Ausstattung der Karoserie wurde das Gewicht dermaßen erhöht, sodass die Zweiliter-Motoren für diesen Wagen mit verlängerten Rahmen nicht ausreichend leistungsfähig waren. Aus diesem Grund war die Produktion dieses Modells nicht so hoch, es wurde insgesamt lediglich 4 100 dieser Wagen gebaut und somit werden sie als Sammlerstücke begehrt. Der Motor wurde demnächst durch eine stärkere Version mit Hubraum von 2 300 ccm ersetzt. Dieses stärkere Modell MB 230 – W143 wurde in einer Stückzahl von über 15 000 gebaut. Seine erneuerte Version mit einem Mittelrohrrahmen aus ovalen Profilen (W153) wurde auch lange Zeit nach dem Krieg gebaut

Mercedes Benz 130 H/170H - Mercedes Benz mit Heckmotor

Die Konzeption eines Volks-Wagens war ein Staatsauftrag, um den sich alle Automobilwerke bemühten. Die Bedingung war 4m-Länge, Geschwindigkeit 100 km/h, Motor hinter dem Heck, mindestens dreisitzige Karoserie und Preis, der mit den Preisen von besseren Motorrädern (990 RM) vergleichbar wäre.

Der Heckmotor (also bei Mercedes Benz-Wagen Bezeichnung H) war auch für die Entwicklung der Stromlinien-Karoserien viel versprechend. Diese ermöglichten niedrigeren Luftwiederstand, dadurch höhere Geschwindigkeit und somit die völlige Auslastung der neu gebauten Autobahnen in Deutschland. Im Jahr 1936 stellte die Firma Mercedes, als erstes Automobilwerk, die ersten Modelle der VW-Konzeption (V1, V2, V3), die aus den Typen 130 H und Nachfolger 170 H ergingen. Die Volkswagen-Prototypen (KdF) wurden ebenso in den Entwicklungswerkstätten Daimler-Benz hergestellt.

Mercedes Benz 130 H ist einer der ersten seriengebauten Automobile der Welt mit einem Heckmotor. Er wurde seit 1934 bis 1936 gebaut. Der Wagen verfügt über einen wassergekühlten Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor mit 1299 ccm Hubraum und Leistung von 26 PS. Der Motor wird hinter dem Heck eingebaut und das Schaltgetriebe davor. Er ist mit Flüssigkeitsbremsen bei allen vier Rädern ausgestattet. Das Gewicht des Wagens beträgt 980 kg.

Mercedes Benz 290 (W18) und 320 (W142)

Die Modelle Mercedes Benz 290 und 320 verkörperten die Nachfolger der Mercedes-Konstruktion 200. Sie wurden seit 1932 bis 1936 (MB290) und seit 1937 bis 1940 (MB 320) hergestellt. Der Stahlrahmen aus geschlossenen Stützen mit rechteckigem Querschnitt blieb erhalten. Abweichend ist die Vorderachse-Konstruktion, wo das höhere Motor-Gewicht durch Schwenkarme mit Federn, anstatt der oberen Blattfeder, kompensiert wird. Zur Hauptänderung wird die Steigerung des Motor-Hubraums auf 2900/3200 und später auf 3 400 ccm. Es handelte sich um einen Luxus-Wagen, der meist nach der Bestellung mit vielen luxuriösen Komponenten hergestellt wurde. Bei diesen Modellen kann man hohe Variabilität bemerken, die durch verschiedene Anforderungen des Auftraggebers bedingt ist. Die Modelle waren für die obere Gesellschaftsklasse bestimmt, mit den Preisen von 10 000 bis zu 15 000 RM, nunmehr der doppelte Preis im Vergleich zu den Modellen MB 200. Auf das herkömmliche Fahrgestell wurde sportliches Cabriolet und Coupé gebaut, auf das verlängerte Fahrgestell bereits ein volles Karoserie-Angebot, einschließlich des Vorführungs-Cabriolets F. Diese Wagen waren geräumig und komfortabel. Sie waren für die Fernstrecken bestimmt und die hohe Geschwindigkeit hat das Fahren auf hochwertigen geraden Strecken beansprucht. Es war die Ära der Errichtung von den ersten Autobahnen. In Anbetracht der Leistung von 80 PS, diente es auch als Ambulanzwagen oder Militärfahrzeug.

Zum kläglich berühmten Mercedes Benz-Modell wurde Mercedes Benz 320 Cabriolet B, vermutlich der Wagen, in dem zum Zeitpunkt des Anschlags der Reichsprotektor Reinhard Heydrich saß.

In die berühmteste Ära der Mercedes-Vorkriegsproduktion gehören zweifellos Modelle Mercedes Benz 500 K, 540 K und 770. Es handelt sich hier um hubraumhöchste Vorkriegstypen. Sie alle waren luxuriös, nach individuellen Wünschen gebaut, einige von ihnen waren dann später auch vollgepanzert. Sie waren mit Achtzylinder-Motoren bestückt, die beim Einsatz von der Anlasspumpe eine Leistung von 160 und 180 PS bei Typen 500 und 540 und von 230 PS beim Typ 770 erbrachten. Mit diesem überfüllten Motor wurden lediglich allein große Vorführungs- und gepanzerte Karoserien hergestellt.

 Automobil-Geschichte – Entsehen des Mercedes Benz

1876 – Entwicklung des Brennkraftmotors - Nikolaus August Otto (1832 - 1891)

1885 – Erstes Dreirad-Automobil - Carl Benz (1844-1929)

1886 – Erstes Vierrad-Automobil - Gottlieb Daimler (1834-1900)

1888 – Erste Automobil-Fernfahrt - Berta Benz

1897 – Entwicklung des Diesel-Motors - Rudolf Diesel ( 1858 - 1913 ),

1905 – Patentierung des Namens Mercedes

1926 – Zusammenschluss der Unternehmen Daimler und Benz

Zeichen:

Mercedes – der Name der Tochter von Rudolf Jellinek

Benz – der Name vom Gründer des Automobilunternehmens - Dreizack-Stern - Daimler-Zeichen – Wasser, Erde und Luft wird erobert

1936 – Erster Pkw mit Diesel-Motor - Mercedes Benz 260 D

9. 1. 2012

30. 9. 2011

17. 5. 2011

25. 2. 2011

23. 9. 2010

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